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Ikebana in der Tenri Japanisch-Deutschen Kulturwerkstatt: Kadō – Der Weg der Blumen. Schönheit in Asymmetrie

Kultur ist das, was Menschen aus sich und ihrer Welt machen. In kulturellen Traditionen spiegelt sich immer die Denk- und Lebensweise der Menschen wider, welche sich mit ihr identifizieren.  Ikebana ist die traditionelle japanische Blumensteckkunst. Das Blumenstecken, dessen Wurzeln in religiösen buddhistischen Blumenopfern in Tempelanlagen liegen, wird mit Liebe zur Natur und mit Freude im Umgang mit den Pflanzen seit mehr als 600 Jahren praktiziert. Die starke Verbindung der Japaner zur Natur liegt im Zen-Buddhismus begründet, weswegen Ikabana auch als eine Form von Meditation erfahren werden kann. Im Ikebana wird zudem das Konzept von Natur als Quelle von Kreativität widergespiegelt: Zoka bedeutet Kreation und Transformation und wird mit der Kraft der Natur und des Universums in Verbindung gebracht​. Es beeinflusst auch heute noch das moderne Leben in Japan und spiegelt sich in Architektur, Kunst, Handwerk und vor allem in (traditionellen) Bräuchen wieder​.    Ikebana (japanisch 生け花) bedeutet wörtlich „lebende Blumen“ (ike lebend und bana Blume) und kann auch als Kadō (japanisch 角) „der Weg der Blumen“ verstanden werden. Im Letzteren spiegelt sich dessen Bedeutung als geistiger und ästhetischer Schulungsweg, welcher in …

KURS: Ikebana (Kunst des Blumengestecks)/Akiko Kaneko (Ohara-Schule)

| Kurs | SA/30.10./20.11./11.12.21/14:00-16:00 | Ikebana ist die traditionelle japanische Blumensteckkunst. Das Blumenstecken, dessen Wurzeln in religiösen Blumenopfern liegen, wird mit Liebe zur Natur und mit Freude im Umgang mit den Pflanzen seit mehr als 600 Jahren praktiziert. In diesem Kurs wird nach den Regeln der Ohara-Ikebana-Schule gearbeitet und gezeigt, wie wir Blumen, Zweige und Blätter in Harmonie zueinander in einer Schale arrangieren können. Durch die Arbeit werden Sie Grundkenntnisse des Ikebanas gewinnen und die Ästhetik sowie die Perspektive der Ikebana-Welt wahrnehmen können. Die intensive Beschäftigung mit den Blumen wird Ihnen Ruhe und neue Energie für den Tag geben. Kommen Sie und erleben Sie es selbst! Kursgebühr: 20,- €, Blumenkosten 10,- €  

KURS: Koto (Wölbbrettzither)/ Naoko Kikukchi (Sawai Koto Europe)

| Kurs | MI/20.10./10.11./15.12.21/11:00, 12:00, 13:00, 14:00, 15:00, 16:00, 17:00, 18:00 |  Als Nachfolgerin der Meisterin Makiko Goto setzt die Meisterin der Sawai Koto Europe Naoko Kikuchi den Kurs fort. Das Instrument kann auf eine 1300-jährige Geschichte in Japan zurückblicken. Die Koto entwickelte sich mit der traditionellen Musik Japans und wird heute häufig mit der klassischen sowie zeitgenössischen Musik zusammen gespielt. Die Struktur des Instruments ist einfach aus Holz und Saiten aufgebaut, kann jedoch verschiedene feine Klänge erzeugen. Nach Wunsch kann eine von der Schule anerkannte Qualifikation durch eine Prüfung erworben werden. Die qualifizierten Spielerinnen und Spieler können in Japan an einem Konzert teilnehmen. Die Sawai Koto-Schule wurde 1972 von Tadao Sawai gegründet. Wollen Sie einen neuen Weg mit der Musik einschlagen? Kursgebühr: 40,- € (nur Einzelunterricht), Anmeldung ist erforderlich.

KURS: Die Welt in der Pinselspitze: Berge, Bäume, Wolken und Wasser in der Tuschmalerei/Karsten Nimmermann

| Kurs | SA/09.10.21/11:00-16:00 | Der Maler, Graphiker und Kunstpädagoge Karsten Nimmermann wendet sich mit diesem Workshop an Interessierte mit und ohne Vorkenntnisse. Unbefangen setzen wir zunächst Striche und Flächen auf das Papier und machen uns mit der Maltechnik und der Pinselhaltung vertraut. In einzelnen Arbeitsschritten befassen wir uns mit der Darstellung der Landschaft in ihren vielfältigen Erscheinungen. Begleitend dazu lassen wir uns durch entsprechende ostasiatische Darstellungen anregen. Anmeldung ist erforderlich. 30,- € (Materialkosten inkl.), Mittagspause: 12:00 bis 12:45

KURS: Washishû/Japanische Stickkunst/ Beate Pietzsch

| Kurs | MI/06.10. – 10.10.21/10:00-17:00 (4Tage) | Die japanische Stickkunst刺繍{shishū}geht auf die asiatische Stickkunst aus Indien entlang der Seidenstraße nach China um 500 n. Chr. zurück. Sie entwickelte sich vor allem mit der buddhistischen Bilderkunst. Während der Herrschaft der Kaiserin Suiko (554-628) wurde diese Kunst mit dem Aufbau von Tempeln und buddhistischen Statuen in Japan besonders intensiviert. Seit der Heian-Zeit (794-1185) wird die Technik für die Kostüme der Hofmusik Gagaku und andere künstlerische Kleidungen verwendet. In langen Isolationsphasen entstand in Japan eine Stickkunst (Shishū) eigener Prägung. Neue Techniken wurden entwickelt und perfektioniert. In diesem Kurs erlernen die Teilnehmenden intensiv die Technik, indem sie ein eigenes Werk sticken. Anmeldung ist erforderlich unter: Beate Pietzsch: nc-pietzsbe@netcologne.de

KURS: Shodô – Kalligraphiekurs/Yuko Ishizawa

| Kurs | SA/25.09.21/14:30-17:30 |  Der Weg der Kalligraphie ist einer der elementarsten kulturellen Wege Japans. Teilnehmende erfahren nicht nur den Geist der Kalligraphie (Konzentration und Geduld), sondern auch die Entspannung des Körpers. Am Ende des Kurses kalligraphieren Sie ein japanisches Gedicht Waka auf einem japanischen besonderen Papierstreifen Tanzaku. Anmeldung ist erforderlich. Kursgebühr: 40,- €. Ab 5 Personen.

KURS: Schnupperkurs der traditionellen japanischen Stickerei, Washishû

| Kurs |  SA,SO/18. und 19.09.21/10:00-17:00 |  Beate Pietzsch ist die einzige Lehrerin für japanische Stickkunst Washishû in Deutschland. Die Stickkunst entwickelt sich seit 1500 Jahren in Japan – Passion, Perfektion und Pracht. Mit Seidengarn wollen wir eine Kirschblüte auf Kimonoseide sticken. Gebühr: inklusive Materialkosten 100,- €. Anmeldung ist erforderlich. Für 7 Personen.

TEEZEREMONIE: Sôetsu Mukai (Urasenke-Schule)

| Kurs |  SA/11.09./23.10./20.11.21/14:00-15:00 u. 16:00-17:00 | Die Teemeisterin der 400 Jahre alten traditionellen Urasenke-Schule, Sôetsu Mukai, führt Sie in die japanische Teezeremonie ein. Hier gilt es bestimmte Regeln und Gesten einzuhalten. Diese Konventionen gestalten aber nicht nur die Teezeremonie, sondern das Leben in Japan im Allgemeinen. Diese Einführung vermittelt Ihnen den ästhetischen Lebensstil, die Sitten und Gebräuche in Japan. Möchten Sie eine kurze Reise nach Japan unternehmen? Dann erleben Sie die japanische Kultur durch die Teezeremonie. Dauer: 60 Min. Anmeldung ist erforderlich. Kursgebühr: 30,- € (Tee und Süßigkeiten inkl.)

KURS: Oberton, Rhythmus, Improvisation/Lothar Berger

| Kurs | MI/ab 08.09.21/20.00-21.30 |  Obertöne gehören zu unserer Stimme wie das Atmen zum Leben, sie färben unseren je eigenen Klang. Einmal wahrgenommen, verlassen wir das ungläubige Erstaunen und erforschen mit kindlicher Neugier den Innenklang unserer Stimme. Hören will gelernt sein: Das Singen mit Obertönen verfeinert unser Gehör und schult das Körperbewusstsein für die inneren Zusammenhänge von Sprache, Stimme und Gesang. Das musikalische Empfinden erweitert sich. Der Kurs richtet sich an alle, die sich regelmäßig im Obertongesang wie in freier Stimmimprovisation üben wollen. Geleitet wird der Kurs vom Obertonsänger und Stimmkünstler Lothar Berger. Anmeldung ist erforderlich. Gebühr (pro Monat) 60,- €, Einmalig 20,- € / Ermäßigt 18,- €

TEEZEREMONIE – Ein Einblick in den Teeweg CHA-DÔ

Ende Juni 2021 fand das erste Mal seit Beginn des Lockdowns Anfang November 2020 in der Tenri Japanisch-Deutschen Kulturwerkstatt eine Teezeremonie unter Leitung von Teemeisterin Sôetsu MUKAI der Urasenke-Schule statt. Zu Beginn wurden der Ablauf der Teezeremonie in Konstellation Gastgeber-Gast vorgeführt und einige geschichtliche Informationen vermittelt. Daher ist der Teezeremonie Kurs auch hervorragend für Anfänger geeignet, die einen ersten Eindruck gewinnen wollen. Im Anschluss konnten die Teilnehmer den MATCHA selbst ausprobieren zuzubereiten und die Falttechnik des seidenen Teetuches FUKUSA (袱紗) erlernen. Die Atmosphäre war sehr entspannend und angenehm; eine Art Meditation, würde ich sagen. In Japan wird die traditionelle Teezeremonie nämlich als Lebensart verstanden: Wörtlich heißt es CHADÔ = Teeweg und wird daher als geistiger und ästhetischer Schulungsweg („dô“) definiert.     Schon das Arrangement des Zimmers als Nachbildung eines Raumes in einem traditionellen Teehaus erzeugt eine authentische Atmosphäre: Es setzt sich aus einer speziell für den Kurs aufgebauten Holzbühne mit Bambusstäben als Umbau und Tatami-Matten, auf denen man in Japan traditionellerweise kniet, zusammen. Auf der Bühne wurde in einer kleinen Nische (TOKONOMA 床の間) ein saisonales Blumenarrangement mit einer darüber …