Alle Artikel in: Vorträge

VORTRAG: Dr. Leopoldo Siano

| Vortrag + Aufführung | 27.Oktober um 19 Uhr | Musik aus buddhistischem Geist: von Richard Wagner bis Jonathan Harvey Im Laufe der letzten zwei Jahrhunderte hat im Abendland nicht nur eine „Osterweiterung der Vernunft“ (Peter Sloterdijk), sondern auch der Musik stattgefunden. Angeregt durch die „Indomanie“ der Romantiker und die Schopenhauer-Lektüre begann Richard Wagner sich für die antike Welt Indiens und insbesondere für den Buddhismus leidenschaftlich zu interessieren. Er entwarf sogar ein buddhistisches Drama mit dem Titel „Die Sieger“, das allerdings ein unrealistierter Traum blieb. (Buddhistische Echos sind doch explizit in „Parsifal“ zu hören). Nach Wagner liessen sich immer mehr Komponisten von den verschiedensten buddhistischen Vorstellungen (vom Zen bis zum Tantrayana Tibets) anregen. Unter anderem John Cage, Michael Vetter, Jean-Claude Eloy, Giacinto Scelsi, Pierre Henry, Eliane Radigue, Karlheinz Stockhausen – und nicht zuletzt Jonathan Harvey, der zur programmatischen Formulierung einer buddhistischen Musikpoetik gelangte und eine Oper schrieb, die den indischen Traum Wagners beschwört (Wagner’s Dream). In seinem Vortrag wird der italienische Musikwissenschaftler Dr. Leopoldo Siano (Universität zu Köln) anhand von kommentierten Klangbeispielen die fruchtbare Begegnung …

Vortrag: Traditionelles Essen WASHOKU in Kyoto

| Vortrag | MI/07.06./19:00 Eintritt Frei. Jeder kann ohne Anmeldung ganz frei den Vortrag besuchen. Nach dem Vortrag können Besucher die Essenz des japanischen Essens „Dashi“ probieren. Japanisches Kulturinstitut Universitätsstr. 98 50674 Köln Eintritt frei „Das Herz des traditionellen japanischen Essens, „Omotenashi – der Gast zuerst’“ ART: Vortrag und Videoaufführung VORTRAGENDER: Herr Hiroyuki Kawakami Chefkoch des japanischen Restaurants Kawakami in Kyoto VIDEOAUFFÜHRUNG: „Dashi, so schmeckt Japan!“ (ZDF/ARTE 2014) Eine kurze Einführung in die Idee des Vortrags: Das japanische Essen, auch genannt „Washoku“, hat eine eigene Form der Esskultur in seinem Heimatland und insbesondere in Kyoto, die sogar 2013 als UNESCO Weltkulturerbe ausgezeichnet wurde. Das Inselland wird von vier Meeren umgegeben und zusammen liefern diese Japan seine vielfältige, reiche Natur. Darüber hinaus sind die vier Jahreszeiten in Japan sehr unterschiedlich. Die japanische Kultur ist tief verwurzelt in dieser Natur. Besonders wird von ihr das Essen beeinflusst: Die Gestalt des Essens verändert sich und der Jahreszeit entsprechend werden andere frische Zutaten verwendet.Herr Hiroyuki Kato ist der Chefkoch des traditionellen japanischen Restaurants Kawakami im besten Kultur- und Essviertel in …

BUCHPRÄSENTATION: Lesung und Interview mit dem Autor Yusuke Yahagi, „Der Austausch Soldat“

| BUCHPRÄSENTATION | Mi, 17. Mai | 19 Uhr | Deutschsprachige Lesung: Yusuke Yahagi (Autor), Interview: Dr. Beate Forsbach „Als Junge in einem japanischen Fischerdorf träumt Shota Yahagi davon, eines Tages Armeeoffizier zu werden, um sein Land zu verteidigen. In der Offiziersschule in Tokio ist er durch seine ärmliche und bildungsferne Herkunft gegenüber den anderen Rekruten im Nachteil, jedoch ist er ein Meister der Kampfkunst. Er entdeckt seine Begabung für die deutsche Sprache und schließt Freundschaft mit dem deutschen Major Steinburg….“ Der Autor Yusuke Yahagi, M.D, geb. 1959 in Tokio, lebt und arbeitet als führender Herzchirug in Texas. Der Austausch Soldat, Roman, 344 Seiten,19,80 € Leben & Mee(h)r, Edition Forsbach, Fehmarn 2017 Anmeldung  ist erforderlich, Eintritt frei, Spenden sind erwünscht

VORTRAG + KURS: Die Ästhetik des Japanischen Gartens II „Kistengarten“ Hakoniwa

| VORTRAG + KURS | Sa, 06. Mai | 13 Uhr bis 16 Uhr | Hugo Torii, ein japanischer Meister der Gartenbaukunst, pflegte jahrelang zahlreiche traditionelle Gärten in Kyoto. Dadurch hat er reiche Kenntnisse über den japanischen Garten und seine Ästhetik erlangt. Seit 2015 lebt er in Deutschland. Er stellt dieses Mal die Bautechnik und die Philosophie des Gartens vor. Nach dem Vortrag plant und baut jeder Teilnehmer seinen eigenen „Garten in der Kiste“ Hakoniwa. Vortrag: Eintritt frei Hakoniwa: 15,- €  inkl.Materialkosten Anmeldung ist erforderlich

LESUNG: „Die Tänzerin von Izu“ von Yasunari Kawabata

Lesung | Sa, 11. März | 17 Uhr | Lesung von Barbara Conrady-Takenaka , Musik auf traditionellen japanischen Instrumenten: Yoshiro Shimizu -Eine zartbittere, frühlingshafte Kurzgeschichte- Ein zwanzigjähriger Student begegnet einer kleinen Reisemusikantengruppe während eines Herbstspaziergangs auf der Halbinsel Izu. Er erblickt eine junge Tänzerin und begleitet sie… Wie Musik ist das Gelesene weniger dem Intellekt als den Empfindungen zugänglich. Es wirkt zart und melancholisch, edel romantisch und vergänglich. Als einer der bedeutendsten Schriftsteller Japans wurde Kawabata 1968 mit dem Literatur-Nobelpreis ausgezeichnet. Originalausgabe: Izu no odoriko, Japan 1922, Die Tänzerin von Izu, Übersetzung: Oscar Benl, Carl Hanser Verlag.   Anmeldung  ist erforderlich, Eintritt frei, Spenden sind erwünscht  

Lesung: Tochter des Windes

Lesung |  Lesung: Tochter des Windes | Gelesen von Barbara Conrady-Takenaka | Sa, 3. Dezember | 17 Uhr | Dieses Mal trägt Barbara Conrady-Takenaka Passagen aus dem Roman „Tochter des Windes“ der italienischen Autorin Federica de Cesco vor. Text und Stimme der Erzählerin lassen den Leser tief in die japanische Kultur eintauchen. „Die japanische Architektin Mia stammt aus einer Ninja-Familie, die begabte Baumeister hervorbrachte. Auf einer Europareise begegnet sie Rainer, einem deutschen Kunsthistoriker, und die beiden verlieben sich. Er folgt ihr nach Tokyo und erfährt dort ein altes Familiengeheimnis…“ Teilnahmegebühr: Eintritt frei (über Spenden freuen wir uns)

Foto Hugo Torii

Die Ästhetik des Japanischen Gartens I

| Vortrag | Die Ästhetik des Japanischen Gartens I | Sa, 19. November 2016 | 13–17 Uhr | Hugo Torii ist ein japanischer Meister der Gartenbaukunst aus Kyoto. Er ist der einzige japanische Meister, der in Deutschland tätig ist. Er lebt seit 2015 in Sinzig (NRW). In diesem Vortrag stellt er verschiedene traditionelle Gartenbauprojekte aus Kyoto vor, an denen er mitgewirkt hat. Sie haben die Gelegenheit, die Philosophie des japanischen Gartens kennenzulernen. Eintrtitt frei Anmeldung unter info@tenri-kw.de oder www.tenri-kw.de

Foto Gesunde japanische Küche

Warum Miso, Natto & Co. uns nicht Wurst sein sollten

| Vortrag | Warum Miso, Natto & Co. uns nicht Wurst sein sollten | Sa, 27. Februar 2016 | 16:00 Uhr | Kritische Gedanken zur japanischen und deutschen Ernährung und ihren Folgen für die Gesundheit. Was ist gesund in der japanischen Küche, was in der deutschen? Was sind die Folgen? Die Krebsstatistik der Japaner (1970 bis 1999) weist eine Steigerungsrate von insgesamt (!) 250 % und bei bestimmten Krebsarten sogar eine Zunahme von bis zu 5 000 % auf. Erschreckend, wo doch Medizin und Pharmazie in diesen 30 Jahren laufend Erfolge gemeldet haben. Was ist da los? Was können die Japaner, was können wir daraus lernen? Kann es sein, dass wir uns selbst helfen müssen? Mit Miso und Sauerkraut? Ein Zwischenruf: Es ist Schicksal, alt zu werden, es ist nicht unmöglich, gesund zu sterben. Generationen von Medizinern haben Sätze wie „Der Tod sitzt im Darm“ oder „Die meisten Menschen bringen sich mit Messer und Gabel / Ohashi um“ im Studium nie gehört – Ernährung und ihre Folgen gehörten nicht zum Lehrplan. Verkürzt gesagt: Prophylaxe ist zeitintensiv …

Dr. Min Zhao-Höhn

Bambus in der traditionellen chinesischen Medizin

| Vortrag |  Bambus in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) |  Sa 21.11.2015 |  16 Uhr |  Vortragende ist die Dozentin Dr. Min Zhao-Höhn, Ärztin für TCM Köln Frau Dr. Min Zhao-Höhn praktiziert als Ärztin seit 20 Jahren in Köln im Bereich der Traditionellen Chinesischen Medizin und verfügt über große Erfahrung bei der vielseitigen Anwendung von Bambus in der Fünf-Elementeernährung und in der chinesischen Kräutertherapie. Frau Dr. Min Zhao-Höhn wird über die Beziehung zwischen Bambus und Mensch, die therapeutischen Möglichkeiten mit Bambus in der TCM und die Verwendung des Bambus in einer gesunden Ernährung referieren. Eintritt frei Die Veranstaltung findet im Rahmen der Themenreihe „竹 – Zhú – Bambus – Take“ statt. [ddownload id=“7176″ style=“link“ text=“Weitere Veranstaltungen in diesem Rahmen können Sie an dieser Stelle unserem Programmheft entnehmen.“]

Bambusgefäß

Bambus in der asiatischen Kunst

| Vortrag |  Bambus in der asiatischen Kunst |  Mi 18.11.2015 |  19 Uhr |  Vortragende ist die Dozentin Trudel Klefisch, Kunsthandel Klefisch, Köln Exposé:  Keine Nutzpflanze hat eine so vielfältige Verbreitung und Nutzung erfahren wie der Bambus. Die mehr als 1000 Sorten, die in vielen tropischen und subtropischen Gebieten der Erde wachsen, liefern ein für viele Zwecke brauchbares Material, hart und leicht, widerstandsfähig, dabei zart, biegsam, hohl und scharfkantig.  In Japan gilt seine Darstellung in der Malerei als Prüfstein einer guten Pinselführung, unzählige Gedichte besingen seine Grazie, er ist das Symbol des Edlen und der erotischen Eleganz, beugsam, aber nicht zu brechen.  Seine schmalen, geglätteten Streifen lassen sich vorzüglich flechten zu Schalen, Blumen-Körben und -Vasen, die dünnen Rohre werden als Schäfte von vielerlei Werkzeug genutzt: Pinsel, Griffe von Messern und Löffeln, aus den Wurzeln schnitzte man kleine Weinbecher und die Prise Tabak nach dem Weingelage nahm man zuweilen aus einem Flakon aus Bambus.  Der starke Tiger, der König der Tiere, ruht und versteckt sich im Bambushain, dort spazieren die sieben chinesichen Weisen bei anregenden Gesprächen. …