Ausstellungen, Onlineausstellung "DerZweiteRaum"

TRAILER & IMPRESSION Online-/Hybridausstellung „DerZweiteRaum“

Perspektivwechsel im doppelten Sinne: Außergewöhnliche Zeiten erfordern außergewöhnliche Ideen und vor allem besondere Unterstützung. Die Tenri Japanisch-Deutsche Kulturwerkstatt e.V. möchte während der Corona-Krise auch weiterhin für Künstler/-innen und ihre Ideen und Leidenschaft eine Plattform bieten. In Zeiten, in denen die Welt teilweise stillsteht, wollen wir die Kunst in so viele Räume wie möglich bringen. Das ist das Konzept unserer aktuellen Ausstellung „DerZweiteRaum“.

Wir möchten nicht nur die Werke unterschiedlicher Künstler zu einer Ausstellung in den Räumen unserer Kulturwerkstatt vereinen, sondern zusätzlich, durch die Inszenierung einiger Kunstwerke in eher ungewöhnlichen Ausstellungsräumen von vier Privatwohnzimmern, auf diese ein neues Licht werfen und eine neue Perspektive zulassen. Dies wird auf unserer Website, Facebook- und und YouTube-Seite zusammen mit einem kleinen Rahmenprogramm online übertragen.

Wir sind überzeugt davon, dass jedes Kunstwerk auch eine Geschichte der Persönlichkeit; von Träumen und Hoffnungen, sowie Überzeugungen und der Leidenschaft des Künstlers erzählen kann und dem Betrachter neben dem artistischen Ausdruck, somit auch einen persönlichen Einblick gewährt.

Bei einem Rundgang durch die drei Ausstellungsräume der Tenri Japanisch-Deutschen Kulturwerkstatt fällt einem sofort die unglaubliche Dynamik auf, die diese Bilder in ihrer Beziehung zueinander erzeugen. Es steht kein gemeinsames Konzept dahinter und doch strahlt diese Inszenierung eine unglaubliche ineinanderfleißende Energie aus. Es entsteht ein dynamischer Raum aus farbenfrohen und abwechslungsreichen Motiven und Formen. Diese Dynamik erkennt man bei Marina Hermanns vielschichtigen Bildern: Sie sind aus Fotos architektonischer Elemente ,oder Zufalls-Ausschnitten des Alltags, sowie ihrer technischen oder lasierenden Übermalung entstanden und erzeugen mehrdimensionale Ebenen, die einen zweiten, intensiveren Blick des Betrachters nahezu erzwingen.

Die gleiche Vielschichtigkeit ist auch bei den collageartigen Werken von Uwe Esser vorzufinden: Die farbenfrohen Bilder sind durch einen stark expressiven Stil gekennzeichnet und zeigen eine besondere Präsenz.

Nicht ganz so pulsierend, aber dennoch die gleiche Dynamik erzeugend, laden auf eine meditativ-energiegeladene Art und Weise die Kunstwerke von Keiko Koana und Marie-Luise Salden zum Betrachten ein. In ihnen ist vor allem die Präsenz des rauen Papiers noch deutlich spürbar. Keiko Koana wählte zudem eine mosaikartige Komposition ihrer Bilder zueinander, die sich auch im Format voneinander unterscheiden. Es sind in traditionell japanischer Technik mit Papier überspannte Holzkästen, beziehungsweise Rahmen, auf welchen sich – durch die Arbeit mit dünnflüssigem Aquarell- oder Acrylfarben – wie scheinbar von selbst die verschiedensten Farbverläufe herausgebildet haben.

Ein noch visuell stärkerer Japanbezug ist bei den Werken von Marie-Luise Salden zu erkennen. Sie präsentiert uns ein Ensemble aus traditionell japanischen Kunstformen: Farbholzschnitt, Papierschöpfungen (washi-e) und Kalligrafie. Die Natürlichkeit der von ihr verwendeten Materialien Holz und aus dessen Fasern eigens hergestellten Papiers ist für den Betrachter nahezu spürbar und verleiht ihrer Kunst eine tiefgründige und entspannende Aura.

Wir laden Sie herzlichst dazu ein, sich selbst einen Eindruck von unserer aktuellen Ausstellung Der zweite Raum zu bilden und in diesen unsicheren Zeiten ein wenig Entspannung in der Kunst zu finden! 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Manuela Grati

 

Weiterführender Zuschnitt: Manuela Grati

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