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TEEZEREMONIE: Sôetsu Mukai (Urasenke-Schule)

| Kurs | 

SA/11.09./23.10./20.11.21/14:00-15:00 u. 16:00-17:00 |

Die Teemeisterin der 400 Jahre alten traditionellen Urasenke-Schule, Sôetsu Mukai, führt Sie in die japanische Teezeremonie ein. Hier gilt es bestimmte Regeln und Gesten einzuhalten. Diese Konventionen gestalten aber nicht nur die Teezeremonie, sondern das Leben in Japan im Allgemeinen. Diese Einführung vermittelt Ihnen den ästhetischen Lebensstil, die Sitten und Gebräuche in Japan. Möchten Sie eine kurze Reise nach Japan unternehmen? Dann erleben Sie die japanische Kultur durch die Teezeremonie.

Dauer: 60 Min.

Anmeldung ist erforderlich. Kursgebühr: 30,- € (Tee und Süßigkeiten inkl.)

KURS: Oberton, Rhythmus, Improvisation/Lothar Berger

| Kurs |

MI/ab 08.09.21/20.00-21.30 | 

Obertöne gehören zu unserer Stimme wie das Atmen zum Leben, sie färben unseren je eigenen Klang. Einmal wahrgenommen, verlassen wir das ungläubige Erstaunen und erforschen mit kindlicher Neugier den Innenklang unserer Stimme. Hören will gelernt sein: Das Singen mit Obertönen verfeinert unser Gehör und schult das Körperbewusstsein für die inneren Zusammenhänge von Sprache, Stimme und Gesang. Das musikalische Empfinden erweitert sich. Der Kurs richtet sich an alle, die sich regelmäßig im Obertongesang wie in freier Stimmimprovisation üben wollen. Geleitet wird der Kurs vom Obertonsänger und Stimmkünstler Lothar Berger.

Anmeldung ist erforderlich.

Gebühr (pro Monat) 60,- €, Einmalig 20,- € / Ermäßigt 18,- €

VERNISSAGE: 把握 {Ha-Aku} »was wir begreifen können« Anne Cichos/Kohsuke Kimura

FR/10.09.21/17:00 & als Livestream, Ausstellungsdauer: 10.09.-18.12.21, dienstags bis samstags 13:00-19:00

Bild: (links) Kimura, (rechts) Cichos

Text: Nana Tazuke-Steiniger 

把握 {Ha-Aku} »was wir begreifen können«, Anne Cichos/Kohsuke Kimura

Darstellung der Räumlichkeit – ob perspektivisch, oder sinnlich – ist eines der zentralen Themen in der Kunstwelt, womit sich Künstler*innen auch historisch beschäftigen. Die deutsche Künstlerin Anne Cichos begreift Räumlichkeit, Gegenstände und Zeit in einer sowohl dynamischen als auch mikroskopischen Skala. Sie arbeitet ausschließlich mit dem Medium der Zeichnung. Im Gegensatz zu Cichos nimmt der japanische Künstler Kohsuke Kimura tatsächliche Kontakte zu seiner Umgebung, wie Landschaften, Architektur und Personen auf, wobei er die konkreten Gegenstände durch seine eigene Technik abstrahiert und eine neue Dimension erschafft. In der Dialogausstellung werden aktuelle Zeichnungen von Anne Cichos und „gewebte“ Fotografien, sowie skulpturale Arbeiten von Kohsuke Kimura ausgestellt. Anlass für die Ausstellung ist das Jubiläum zur 160-jährigen „Deutsch-Japanischen Freundschaft“, die erstmals im Jahr 1861 – damals zwischen Japan und Preußen – vertraglich geschlossen wurde.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Tenri KulturWerkstatt e.V.

 

 

 

TEEZEREMONIE – Ein Einblick in den Teeweg CHA-DÔ

Ende Juni 2021 fand das erste Mal seit Beginn des Lockdowns Anfang November 2020 in der Tenri Japanisch-Deutschen Kulturwerkstatt eine Teezeremonie unter Leitung von Teemeisterin Sôetsu MUKAI der Urasenke-Schule statt.

Zu Beginn wurden der Ablauf der Teezeremonie in Konstellation Gastgeber-Gast vorgeführt und einige geschichtliche Informationen vermittelt. Daher ist der Teezeremonie Kurs auch hervorragend für Anfänger geeignet, die einen ersten Eindruck gewinnen wollen. Im Anschluss konnten die Teilnehmer den MATCHA selbst ausprobieren zuzubereiten und die Falttechnik des seidenen Teetuches FUKUSA (袱紗) erlernen. Die Atmosphäre war sehr entspannend und angenehm; eine Art Meditation, würde ich sagen. In Japan wird die traditionelle Teezeremonie nämlich als Lebensart verstanden: Wörtlich heißt es CHADÔ = Teeweg und wird daher als geistiger und ästhetischer Schulungsweg („dô“) definiert.    

Schon das Arrangement des Zimmers als Nachbildung eines Raumes in einem traditionellen Teehaus erzeugt eine authentische Atmosphäre: Es setzt sich aus einer speziell für den Kurs aufgebauten Holzbühne mit Bambusstäben als Umbau und Tatami-Matten, auf denen man in Japan traditionellerweise kniet, zusammen. Auf der Bühne wurde in einer kleinen Nische (TOKONOMA 床の間) ein saisonales Blumenarrangement mit einer darüber aufgehängten Kalligraphierolle plaziert. Frau Sôetsu MUKAI trägt einen Kimono mit Blumenbemalung. 

Hier wird deutlich, dass uns die Teezeremonie Einblick in ein Stück Lebensphilosophie Japans geben kann: Spirituelle Werte und Fokus auf harmonischer Atmosphäre, ästhetische Werte, kulturelle Konventionen und Naturverbundenheit.

Meisterin Sôetsu MUKAI der URASENKE-Schule und ihre Assistentin erklärten alles detailliert und waren offen für Fragen. Die Zeremonie ist durch einen festgelegten Handlungsablauf bestimmt: Es geht nicht nur um das bloße Teezubereiten – das sich durch die Benutzung des Matchapulvers, von dem Teekochen, wie wir es normalerweise von Zuhause gewohnt sind, unterscheidet – sondern vielmehr spiegelt sich auch ein respektvolles und harmonisches Miteinander im Handlungsablauf wieder.

Um die Kunst der Teezeremonie, sagen wir mal ansatzweise „perfekt“ zu beherrschen, dauert es jedoch viele Jahre. Es reicht allerdings schon, sich einfach auf die Eindrücke einzulassen und sich nicht zu scheuen, Fehler zu machen, auch wenn man zunächst verunsichert sein mag. Das gilt auch dann, wenn es heißt sich über die Sprachbarriere hinweg zu trauen und ein paar für die Zeremonie notwendigen Begriffe und Sätze auf Japanisch mitzusprechen, wie beispielsweise: „O-temae chodai itashimasu“ (お点前ちょうだいいたします) – Herzlichen Dank für den Tee; „Osaki-ni“ (おさきに) -Entschuldigung, dass ich im Voraus trinke).

Im Ablauf erkennt man viele detaillierte Schritte mit ihrer jeweils eigenen Bedeutung. Zu Beginn wird die Teeschale symbolisch mit sauberem Wasser, das mit einer Bambuskelle aus einem Steinkessel entnommen wurde, gereinigt. Auch die anderen Utensilien werden symbolisch mit einem speziellen Tuch, dessen spezifische Faltweise und Handhabung vorgegeben ist, symbolisch gesäubert. Saisonale Süßigkeiten WAGASHI (和菓子) werden vor dem Tee gekostet. Die Matcha-Zubereitungen an sich, unterscheiden sich in ihrer Intensität und Bitterkeit des Grüntees voneinander: Hier kann jeder selbst testen, was ihm oder ihr am besten schmeckt.

Der Weg ist das Ziel: Das wird in diesem Kurs besonders deutlich. Aus dem Japanischen übersetzt heißt es nämlich nicht „Teezeremonie“, sondern „Teeweg“ (chadô , cha = Tee, dô= Weg) und hat mit wa-kei-sei-jaku (=Harmonie-Respekt-Reinheit-Stille) sogar eigene Leitsätze. Zudem kann das Prinzip des OMOTENASHI (おもてなし) – Japans fest verankerte Kultur von immenser Gastfreundlichkeit, welche ihren Ursprung in der traditionellen Teezeremonie hat – direkt erfahren werden. Die Teezeremonie bietet Entspannung vom Alltag und die Möglichkeit zur inneren Einkehr. Deshalb wird der Tee auch in stiller Atmosphäre anstatt im geselligen Austausch miteinander getrunken – was nicht heißt, dass überhaupt kein kommunikativer Austausch stattfindet, doch im Vordergrund liegt Harmonie, Respekt, Reinheit (im körperlichen wie geistigen Sinne) und die (innere, geistige) Stille.

Auch aufgrund der geringen Teilnehmeranzahl pro Kurs (meist beschränkt es sich auf zwei Personen, oder als Vorführung mit kleinem Publikum) ist es besonders für Anfänger eine wirklich schöne Erfahrung, die ich jedem nur ans Herz legen kann!

Manuela Grati

KONZERT UND LIVESTREAM: JOHANNES S. SISTERMANNS/URAUFFÜHRUNG ANLÄSSLICH DER FINISSAGE FORM UND LEERE

| Konzert |

FR/09.07./18:00 |

Johannes S. Sistermanns: MONO CHROM 2021 (Uraufführung) Klangstück für Monochord, Ching, Basalt-Lava Stein, Elektroakustische Komposition und Transducer.

hier kommen Sie zum Livestream

Eintritt 15,- € , Max. 15 Personen, Um Anmeldung per E-Mail wird gebeten: info@tenri-kw.de
Mit freundlicher Unterstützung der Stadt Köln und der Volksbank Köln Bonn eG

Aufgrund der Covid-19-Sicherheitsbestimmungen dürfen sich max. 15 Personen in unseren Räumlichkeiten befinden.

Der international renommierte Komponist, Performance- und Klangkünstler Johannes S. Sistermanns bringt anlässlich der Finissage zur Ausstellung „Form und Leere. Zen-Malerei in west-östlicher Korrespondenz“ in der Kölner TENRI Japanisch-Deutschen Kulturwerkstatt, Kartäuserwall 20, seine Komposition „mono chrom“ zur Uraufführung. Repräsentanten west-östlichen Musikkultur sind in allen beteiligten Instrumenten vertreten. Sie alle sind immer nur ein Ton. Dessen Vielfarbigkeit das akustische Auffalten der universell gültigen Obertonreihe ist, die Pythagoras (* 2500 B.C.) der ‚einen’ Saite nachwies. Denn sie schwingt gleichzeitig als ganze Saite und in ihren ganzzahligen Vielfachen. Ching, die chinesische Tempelglocke, die auch den Weg nach Japan fand, zählt dazu, ebenso das Monochord. Mit dem Klang der ‚einen‘ Saite belegte Pythagoras, dass jede Saite als ganze und in ganzzahligen Vielfachen schwingt, bekannt als Oberton- / Naturton-Reihe. Der Basalt-Lava Stein aus der Vulkaneifel bringt die zum Zeitpunkt der Eruption von Magma aus der Erde eingeschlossenen Luftblasen zur Resonanz. Eine digital-elektroakustische Komposition wird zusätzlich mittels Körperschallwandler direkt auf das Holz des Monochords übertragen.

Mit seiner Komposition schlägt Johannes S. Sistermanns eine west-östliche Klangbrücke über einen Entwicklungszeitraum von rund 2500 Jahren, für die er die Stilmittel Impuls, Ausschwingen und Verklingen einsetzt. „Jedes beteiligte Material ist Medium seines Verklingens. Im Verklingen gibt Klang dem Raum seine Zeit.“, erläutert Sistermanns.

Sistermanns, gebürtiger Kölner, studierte Klavier, Rhythmik und Komposition am Neues Musiktheater sowie Nordindischen Gesang und promovierte in Musikwissenschaft. Musikalische Aufführungen, Kunstprojekte und Performances sowie Gastdozenturen führten ihn rund um den Globus – mehrfach auch nach Japan. Die Besucher der TENRI erwartet ein erlesenes Klangerlebnis des vielfach preisgekrönten Komponisten und Klangkünstlers aus Bornheim. 

MISO-VERTEILUNG NACH VEREINBARUNG | BERICHT: ESSEN IN JAPAN

| Kurs |

SA/26.06.21/15:00 |

22.-26.06.21/13:00-18:00
MISO-VERTEILUNG NACH VEREINBARUNG

Die TKW hat 2020 kurz vor dem Lockdown den 7. Miso-Kurs durchgeführt. Das hergestellte Miso lagert bereits anderthalb Jahre zur Fermentierung. Miso als Bestandteil der japanischen Küche wird weltweit immer bekannter als gesundes Nahrungsmittel, welches auch das Immunsystem stärkt. Das Miso kann jetzt an die Teilnehmenden und Ihnen verteilt werden. Am 26.06. wird es einen Reisebericht über das Essen in Japan geben.

Eintritt frei, Miso 100g /1,- €

KURS: SCHNUPPERKURS DER TRADITIONELLEN JAPANISCHEN STICKEREI, WASHISHÛ

| Kurs |

SO/11.07./10:00-17:00 | 

Beate Pietzsch ist die einzige Lehrerin für japanische Stickkunst Washishû in Deutschland. Die Stickkunst entwickelt sich seit 1500 Jahren in Japan – Passion, Perfektion und Pracht. Mit Seidengarn wollen wir eine Kirschblüte auf Kimonoseide sticken.

Kurs: 10 Uhr bis 17 Uhr.
Unkostenbeitrag inklusive Materialkosten 70,- €.
Anmeldung ist erforderlich. Für 7 Personen

Ihr Name (Pflichtfeld)

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KURS: IKEBANA/AKIKO KANEKO (OHARA-SCHULE)

| Kurs |

SA/03.07.21/14:00-16:00 | 

Ikebana ist die traditionelle japanische Blumensteckkunst. Das Blumenstecken, dessen Wurzeln in religiösen Blumenopfern liegen, wird mit Liebe zur Natur und mit Freude im Umgang mit den P anzen seit mehr als 600 Jahren praktiziert. In diesem Kurs wird nach den Regeln der Ohara-Ikebana-Schule gearbeitet und gezeigt, wie wir Blumen, Zweige und Blätter in Harmonie zueinander in einer Schale arrangieren können. Durch die Arbeit werden die Teilnehmenden Grundkenntnisse des Ikebanas gewinnen und die Ästhetik sowie die Perspektive der Ikebana-Welt erfahren können. Die intensive Beschä igung mit den Blumen gibt Ruhe und neue Energie für den Tag.

Kursgebühr: 20,-€,zuzüglich Blumengeld 10,-€
Max 6 Pers.

 

TEEZEREMONIE: SÔETSU MUKAI (URASENKE-SCHULE)

| Kurs | 

SO/27.06./14:00-15:30 |

Die Teemeisterin der 400 Jahre alten traditionellen Urasenke-Schule, Sôetsu Mukai, führt die Teilnehmenden in die japanische Teezeremonie ein. Im Teeweg gilt es bestimmte Regeln und Gesten einzuhalten, die eine  exible neue Lebensart für uns in der Stadt geben kann. Diese Einführung vermittelt auch den ästhetischen Lebensstil und die Sitten und Gebräuche in Japan. Die Teilnehmenden unternehmen eine kurze Reise nach Japan und erleben die japanische Kultur durch die Teezeremonie.

Dauer: 90 Min. Anmeldung ist erforderlich. Kursgebühr: 28,- € (Tee und Süßigkeiten inklusive)

VORTRAG + LIVESTREAM – THORSTEN SCHIRMER: DIE MALEREI DES ZEN-BUDDHISMUS

| Vortrag + Livestream | 

SA/19.06./15:00 | 

Der Vortrag erläutert die Entwicklung der Zen-Malerei an Beispielen aus der Sammlung Walter Gebhard und stellt diese zeitgenössischen Werken aus dem Westen gegenüber.

Aufgrund der Covid-19-Sicherheitsbestimmungen dürfen sich max. 15 Personen in unseren Räumlichkeiten befinden.

Anmeldung erforderlich, Eintritt frei