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Geisterballaden

Klavier & Lesung: Kaidan (Susanne Reuter und Keiko Nakayama)

| Lesung & Klavier | 

Geisterballaden (KAIDAN) | 

Susanne Reuter und Keiko Nakayama | 

Sa, 31. Oktober 2015 | 19 Uhr | 

Die Geister in Lafcadio Hearns schauderhaftschönen Balladen aus dem Japan um 1900 werden zu neuem Leben erweckt. Hearn (*1850, Lefkos) brach 1890 zwecks journalistischer Recherchen von den USA nach Japan auf, wo er sich niederließ. Er schrieb Erzählungen, Romane und Reisebücher. Die Kaidan (»Geisterballaden«) umfassen 20 Erzählungen. Den finnischen Komponisten Pehr Henrik Nordgren faszinierten diese Geschichten so sehr, dass er zehn auf ihnen basierende Stücke komponierte. Susanne Reuter (Lesung) und Keiko Nakayama (Klavier) bringen die Erzählungen wieder zu Gehör.

Näheres unter der Website Synklang.

Eintritt 10,– €

Lafcadio Hearn 

… wurde 1850 auf der griechischen Insel Lefkas geboren. Seine Kindheit verbrachte er in Irland, seine Jugend in England, wo er auf dem College durch einen Unfall auf einem Auge erblindete – das andere wurde in Folge davon stark beeinträchtigt. Mit 19 ging er in die USA, wo er u.a. als Journalist in New York arbeitete. 1890 brach er zwecks journalistischer Recherche nach Japan auf. Es ergab sich, dass er dort als Sprachlehrer arbeitete, heiratete, eine Professur für englische Literatur an der Universität zu Tokyo annahm und in Japan blieb bis zu seinem Tod 1904. Hearn schrieb Erzählungen, Romane und Reisebücher. Die Kwaidan [modern: Kaidan, deutsch: Geisterballaden] umfassen 20 Erzählungen: Einige sind mündlich überlieferte Legenden, die wohl zum ersten Mal von Hearn niedergeschrieben worden sind.

Pehr Henrik Nordgren 

… wurde 1944 auf Aaland/Finnland geboren. 1967 promovierte er an der Helsinki-Universität im Fach Musikwissenschaft. Ein Stipendium ermöglichte ihm, 1970-1973 in Tokyo Komposition zu studieren. Dort entdeckte er Hearns Werk und war von den Geisterballaden so fasziniert, dass er zehn auf ihnen basierende Stücke komponierte. Er kehrte wieder nach Finnland zurück, wo sein heutiges Interesse vor allem finnischer Volksmusik gilt. Nordgrens Stil geht von der Zwölftonmusik und der Clustertechnik aus, bezieht aber viele weitere Elemente mit ein. Sein Japan-Aufenthalt fand Ausdruck in seiner 1. Sinfonie op. 20, im Klavierkonzert op. 23, im Violinenkonzert op. 33 und in den zehn Kwaidan Ballads für Klavier Solo.

Foto Susanne Reuter

Susanne Reuter

 

Susanne Reuter, Lesung

… studierte an der Universität zu Köln Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft, Slavistik und Kunstgeschichte und erwarb 1997 ihren Magister Artium. Vier Jahre später erlangte sie am Zentrum für Bewegung, Schauspiel und Tanz in Köln die schauspielerische Bühnenreife.  Sie verfügt über Erfahrungen vor der Kamera und auf der Bühne. Seit fast 20 Jahren ist sie professionelle Sprecherin für Rundfunkanstalten und diverse Tonstudios im gesamten deutschsprachigen Raum u.a. in den Bereichen Funk, Film und Fernsehen. 

Foto Keiko Nakayama

Keiko Nakayama

 

Keiko Nakayama, Klavier

… wurde in Japan geboren und kam nach ihrem Studium an der Universität in Shimane/Japan an die Folkwang-Hochschule Essen. Dort nahm sie an der Klavierklasse von Prof. Wambach teil, wo sie 1996 ihren künstlerischen Abschluss und 1999 ihr Konzertexamen ablegt.
 Seitdem ist sie als Pianistin in Europa und Japan tätig. 
Zur Zeit ist sie Korrepetitorin an der Hochschule für Musik und Tanz Köln, Standort Aachen. 
Einladungen zu zahlreichen Meisterkursen runden ihre Tätigkeit als Pianistin ab. 
Nakayama gewann 1998 den Landowski-Preis beim I er Concours International de Piano und den Förderpreis des Hochschulwettbewerbs der Folkwang-Hochschule Essen. 2003 ist sie Preisträgerin beim Internationalen Kuhlau-Wettbewerb.