Allgemein, Ausschreibungen

Gedenken an Koto-Meisterin Makiko Goto

 

 

Frau Goto ist am 16. Januar unerwartet verstorben. Vielleicht wurden Sie schon darüber informiert. Alle Freundinnen und Freunde von Frau Goto sind erschüttert und betroffen. Wir können es gar nicht fassen, Frau Goto nicht mehr unter uns zu haben.

Seit dem 21. Dezember bin ich wegen der Behandlung meiner Frau in der Stadt Tenri in Japan. Deshalb kann ich in Köln leider nichts für Makiko Sensei tun.

Frau Goto hat die Tenri Kulturwerkstatt durch ihr freundliches und fröhliches Koto-Spiel mehr als 10 Jahre unterstützt. Sie hat die TKW selbstlos geliebt. Es ist sehr traurig und schmerzhaft, dass wir nicht mehr mit ihr gemeinsam die japanische Kultur überliefern und uns gemeinsam über den Klang ihres Spiels freuen können.

Gestern habe ich in Japan, als persönliche Trauerfeier und aus Dankbarkeit für ihre Unterstützung, allein abends auf einer japanischen Flöte gespielt.

Wegen der Pflege meiner Frau hatte ich einen Monat lang nicht gespielt. Deshalb war der Klang sehr miserabel. Dann spricht mich Frau Goto in meinem Inneren (zumindest habe ich es so gespürt!) an: „Herr Shimizu, wir wollen weiter üben! Spielen Sie weiter!“

Wenn Sie Koto spielen, lebt Frau Makiko Goto im Klang weiter. Ihr Klang ist gleich der Klang der Meisterin.

Ich weiß nicht, inwieweit die TKW den Koto-Kurs ohne die Meisterin weiter anbieten können wird, aber ich möchte den Klang von Makiko Sensei in Zukunft fortführen. Das ist der Ausdruck meiner Dankbarkeit für alles, was Makiko Sensei für uns getan hat.

Ich bitte auch Sie, mit dem Üben der Koto nicht aufzuhören.

Ich bleibe noch ein paar Monate in Japan. Aber ich verspreche, dass ich versuchen werde, entweder durch einen Koto-Kurs, oder auf andere Art und Weise die Übung des Koto-Spiels fortzusetzen.

Ich freue mich Sie wieder zu sehen. Bitte bleiben Sie gesund!

 

Viele Grüße

Yoshiro Shimizu

TENRI