Alle Artikel in: Vorträge

Bambusgefäß

Bambus in der asiatischen Kunst

| Vortrag |  Bambus in der asiatischen Kunst |  Mi 18.11.2015 |  19 Uhr |  Vortragende ist die Dozentin Trudel Klefisch, Kunsthandel Klefisch, Köln Exposé:  Keine Nutzpflanze hat eine so vielfältige Verbreitung und Nutzung erfahren wie der Bambus. Die mehr als 1000 Sorten, die in vielen tropischen und subtropischen Gebieten der Erde wachsen, liefern ein für viele Zwecke brauchbares Material, hart und leicht, widerstandsfähig, dabei zart, biegsam, hohl und scharfkantig.  In Japan gilt seine Darstellung in der Malerei als Prüfstein einer guten Pinselführung, unzählige Gedichte besingen seine Grazie, er ist das Symbol des Edlen und der erotischen Eleganz, beugsam, aber nicht zu brechen.  Seine schmalen, geglätteten Streifen lassen sich vorzüglich flechten zu Schalen, Blumen-Körben und -Vasen, die dünnen Rohre werden als Schäfte von vielerlei Werkzeug genutzt: Pinsel, Griffe von Messern und Löffeln, aus den Wurzeln schnitzte man kleine Weinbecher und die Prise Tabak nach dem Weingelage nahm man zuweilen aus einem Flakon aus Bambus.  Der starke Tiger, der König der Tiere, ruht und versteckt sich im Bambushain, dort spazieren die sieben chinesichen Weisen bei anregenden Gesprächen. …

Abbildung Farbholzschnitt Tatsuo Kawashima: RAKUHOKU

Die Kunst des japanischen Farbholzschnitts

| Vortrag |  Sa, 15. August 2015 | 16:00 Uhr |  Die Kunst des japanischen Farbholzschnitts veranschaulicht durch den Meister TATSUO KAWASHIMA aus Kyôto |  Im Rahmen der Ausstellung RAKUHOKU – Verborgene Landschaft im Norden von Kyôto sind zum ersten Mal Werke des japanischen Meisters TATSUO KAWASHIMA in Europa zu sehen. Die japanische Tradition des Farbholzschnitts ist hierzulande eher durch Werke der Klassiker wie Hokusai oder Hiroshige aus dem 18. und 19. Jahrhundert bekannt, lebt aber bis zum heutigen Tage fort. Daher ist in Japan auch der zeitgenössische Farbholzschnitt gleichermaßen anerkannt und populär. Der Meister ist dort bekannt für seine Landschaftsmotive aus dem Norden Kyôtos, die eine tiefe Ruhe und Gelassenheit ausstrahlen. Der Künstler, der die Region über Jahrzehnte auf zahlreichen Wanderungen durchstreifte,  wird uns persönlich die vielschichtige Technik des japanischen Farbholzschnitts veranschaulichen und unseren Blick auf ungewöhnliche Details der Bildkomposition schärfen. Eintritt frei!

Foto Sumi-e - japanische Tuschmalerei: Bambus

Malerei – Blickpunkt und Standpunkt

| Vortrag |  Fr., 19.06.2015 | 19:00 Uhr |  BLICKPUNKT UND STANDPUNKT |  Ostasiatische Tuschmalerei, die Renaissance und der „Blaue Reiter“ |  Vortrag von Karsten Nimmermann, mit Lichtbildern |  Wie sehen, erleben und denken wir die Welt? Anhand von Gegenüberstellungen ostasiatischer Tusch- und europäischer Renaissancemalerei nähern wir uns anschaulich den bildlichen Phänomenen unterschiedlicher Welt- und Lebensverständnisse. Kandinsky und Klee treten hinzu, in deren malerischen und schriftlichen Werken sich eine innere Verwandtschaft zu Ostasien zeigt, die wir ebenfalls betrachten werden. Am folgenden Tag (Sa., 20. Juni) leitet der Referent Karsten Nimmermann einen Workshop zur japanischen Tuschmalerei. Eintritt frei   Der Kunstpädagoge, Maler und Graphiker Karsten Nimmermann hält regelmäßg Vorträge und leitet Workshops in der Tenri Japanisch-Deutschen Kulturwerkstatt.  

Foto Johannes-Justus-Rein

Johannes Justus Rein (1835–1918)

| Vortrag von Karl-Heinz Meid | Fr., 20.03.2015 | 19:00 Uhr | Johannes Justus Rein (1835–1918) – Vom Volksschullehrer zum Stammvater der Japanwissenschaft | Karl-Heinz Meid hält einen Vortrag über Johannes Justus Rein, der im Auftrag des preußischen Handelsministeriums zwischen 1873 und 1875 mehr als zwei Drittel der modernen Präfekturen Japans bereiste. Nach seiner Rückkehr wurde er auf den ersten Lehrstuhl für Geographie an die Universität Marburg und später als Nachfolger von Ferdinand von Richthofen an die Universität Bonn berufen. Sein zweibändiges Werk Japan nach Reisen und Studien im Auftrage der Königlich Preussischen Regierung dargestellt (1881, 1886) zählt zu den bedeutenden Zeitzeugnissen für das Japan der Meiji-Zeit (1868-1912), das sich nach seiner Öffnung gegenüber dem Westen im Umbruch befand. Johannes Justus Rein Im Jahr 1872 schrieb der Ministerresident des Deutschen Reiches in Japan, Max von Brandt, an das Handelsministerium in Berlin, in dem er die Entsendung von qualifizierten Experten nach Japan nahe legte, um japanische Techniken in Industrie und Handwerk auch für die deutsche Industrie nutzbar zu machen. Auf einer Reise durch das Land hatte er einen sehr positiven Eindruck …

Fukushima – 30-Kilometer-Zone

| Vortrag/Dokumentation | | Sa., 31.01.2015 | 18:00 Uhr | Eine Dokumentation über Fukushima 2014 mit Videos, Fotos und Berichten. Takashi Iwaoka ist ein in Amsterdam wohnhafter japanischer Performance-Künstler und reiste im Jahr 2014 zu den verseuchten Gebieten von Fukushima. Rüdiger Spott ist ein Kameramann des WDR, welcher im Jahr 2014 zwei Mal die Provinz Fukushima bereiste und zudem als erster europäischer Kameramann im havarierten KKW Fukushima Daiichi hat drehen dürfen. Iwaoka reiste durch die Sperrgebiete von Fukushima und besuchte dabei auch Orte wie Namie und Iidate, welche durch den Unfall im KKW stark radioaktiv verseucht worden waren. Iwaoka wird seine Reiseerlebnisse schildern, unterstützt von Bildern, die er bei seinem Besuch aufgenommen hat. Rüdiger Spott zeigt Szenen aus der Reportage und erzählt von Begegnungen hinter der Kamera. Selbst mehr als 3 Jahre nach dem Unfall sind immer noch einige Gebiete in Fukushima nicht öffentlich zugänglich. Die Dokumentationen zeigen, in welchem Zustand sich diese Orte befinden. Dabei wird der unvorstellbare Einschnitt deutlich, den dieser Kernunfall mit sich gebracht hat, gleichzeitig werfen sich Fragen über die Abhängigkeit von …

Ichiro Kataoka bei der Vorführung eines Stummfilms

Katsuben – Der Stummfilmsprecher

Vorführung von Ichiro Kataoka 22. November |  19 Uhr  |  10 € Katsudô-Benshi (Abkürzung: Katsuben), der Stummfilmsprecher, hatte vor 100 Jahren in Japan die Rolle des Erzählers im Stummfilm. Der Erzähler erzählte nicht nur die Szenen, sondern er stellte durch verschiedene Stimmen auch die im Film auftretenden Personen dar. So verlieh er den Schauspieler/innen eine Stimme. An diesem Abend erzählt Ichiro Kataoka zunächst etwas über seinen heutzutage selten gewordenen Beruf des Stummfilmsprechers. Anschließend führt er einen Stummfilm vor, der mit deutschen Untertiteln gezeigt wird. Auf diese Weise kann man die Atmosphäre der goldenen Zeit des Stummfilms erleben. Hier in Deutschland kann diese alte Kunst als neue „Performance“ für Film und Stimme betrachtet werden. Kataoka lebt momentan in Berlin. Seine Veranstaltungen werden vom „Arts Council Tokyo“ gefördert.

Yôki-Gurashi (Frohes Leben)

Vortrag von Toshiro Furuichi (Fr) 14. November | 19 Uhr | Eintritt frei Achtung: Das Datum wurde geändert! Zum dritten Vortrag der TENRIKYO über „Frohes Leben“ (Yôki-Gurashi) werden Wissenschaftler oder Mitarbeiter von Hilfsorganisationen aus verschiedenen Bereichen, zum Beispiel der Psychotherapie, der Psychologie oder der Tenrikyo-Theologie eingeladen. Diese Wissenschaftler erklären auf der Grundlage ihrer reichhaltigen Erfahrungen gesellschaftliche Probleme in unserer Zeit, wie Gewalt innerhalb der Familie, Rückzug aus der Gesellschaft oder Mobbing. Sie analysieren und diskutieren diese Probleme im Anschluss an den Vortrag mit den Teilnehmern. Dieses Mal ist der bekannte Psychotherapeut Toshiro Furuichi aus Japan eingeladen. Er wird den unter Umständen gefährlichen Rückzug aus der Gesellschaft, Hikikomori, in den Fokus seines Vortrags stellen. Gleichzeitig gibt er damit Einblick in neue Sichtweisen und Gedanken zur Aktualität in der japanischen sowie in der globalen Gesellschaft. Nach dem Vortrag besteht die Möglichkeit, gemeinsam eine Diskussion über die angesprochenen Themen zu führen. Der Vortrag wird auf Japanisch gehalten und durch einen Dolmetscher simultan auf Deutsch übersetzt.  

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Begegnungen (Vortrag)

Einladung zum „Freundeskreis Paul Goesch“- Gespräch 30. August | 15 Uhr | 10€ Eintritt „Man muß sich liebevoll versenken in andere Menschen, wenn man sie kennenlernen will.“ Paul Goesch, 1926 Vortrag: Dr. Stefanie Poley, Kunsthistorikerin, Köln (FPG) Diskussion mit Beiträgen von: Frau Hyunsoo Kim, bildende Künstlerin, Bonn Frau Mutsumi Okada, bildende Künstlerin, Köln Prof. Dr. Alfred Springer, Psychoanalytiker, Wien (FPG) Die Einladung gilt wieder dem Gespräch über Begegnungen. Am 15. Februar haben Dr. Martin Kraatz (Indologe und Religionswissenschaftler) und Prof. Dr. med. Alfred Springer (Psychiater und Psychoanalytiker) Vorträge über persönliche Begegnungen sowie fachbezogene Themen gehalten. Jetzt bringt Teil II zunächst einen Vortrag über den wiederentdeckten Avantgarde-Künstler Paul Goesch, mit der These, dass in seinem Werk eine Art „mysterium amandum“ sichtbar wird. Wir veranstalten das Gespräch zum Geburtstag des Künstlers (30.8.1885, in Schwerin). Die in Bildern der Kunst inszenierte oder im täglichen Leben zum Ausdruck ge-brachte Bereitschaft zur Zuwendung wird vermutlich auch das zentrale Thema der Diskussion im Anschluss an den Vortrag sein. Jedoch: Es geht dann nicht allein um Zu-wendung im zwischenmenschlichen Bereich, sondern darüber hinaus um Begegnungen, die der einzelne Mensch mit der Natur oder sogar mit Gegenständen haben kann. Es …

Filmdokumentation Stimme der Wellen – Nami no Koe

Dokumentation über die Folgen des Tsunami in Japan 2011  (Di)  20. Mai | 19h | Eintritt frei Teil einer Filmtrilogie von Ko Sakai und Ryusuke Hamaguchi Die Filmemacher führten zwischen 2011 und 2013 eine Reihe von Gesprächen mit Bewohnern der Region Tohoku, die von Erdbeben und Tsunami im März 2011 schwer getroffen wurden. Filmabend in Zusammenarbeit mit der Deutsch-Japanischen Gesellschaft. Der Regisseur Ko Sakai ist anwesend. Original mit englischsprachigem Untertitel. Dauer: 109 Minuten.         Foto: Filmdokumentation Nami no Koe http://www.uplink.co.jp/movie/2013/16256         Fotos von Takashi Iwaoka

Filmmusik

Gute Musik ist nicht gleich gute Filmmusik. Wird Musik mit sichtbaren Eindrücken, wie Film, Theater oder Tanz verbunden, so verändert sich der Charakter der Musik stark. Bedeutsam dabei ist die neu geschaffene Verbindung der beiden Bereiche.